Logo Ministerium fuer Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur

Das Projekt

M.Punkt RLP ist seit 15 Jahren die zentrale Anlaufstelle in Rheinland-Pfalz für alle Fragestellungen rund um die Themen Dorf-/Nachbarschaftsläden, Gemeindezentren, kommunale und regionale Nahversorgung. Die Initiative wird durch das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Rheinland-Pfalz gefördert.

- Kurzfilm über die Beratungsangebote von M.Punkt RLP -

Durch gezielte, individuelle Beratungsleistungen werden Bürgermeister – sowie andere interessierte Akteure in ländlichen Regionen – dabei unterstützt, die Nahversorgungssituation und die Infrastruktur in ihren Orten zu verbessern. Die Gemeinden profitieren dabei von der ganzheitlichen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Herangehensweise:

Mittels der Übernahme des Projektmanagements durch M.Punkt RLP erhält die Ortsgemeinde eine Betreuung aus einer Handvon der Idee bis zur Eröffnung eines möglichen Ladens. Dies gewährleistet eine zielorientierte und ressourcenschonende Umsetzung des Vorhabens. Gerade auch kleine Gemeinden profitieren von diesem ganzheitlichen Ansatz –  ebenso wie von dem kontinuierlich erweiterten Netzwerk relevanter Partner, die ihre Expertise im Laufe des Entwicklungs- und Umsetzungsprozesses mit einbringen.

Die von M.Punkt RLP vorgenommene wirtschaftliche Machbarkeitsprüfung bildet dabei die meist unerlässliche Grundlage. Eine negative Empfehlung in Bezug auf die Schaffung stationärer Angebote bedeutet hierbei aber nicht das Ende der Beratungstätigkeit. Vielmehr werden in diesen Fällen alternative Lösungsansätze erörtert, die zu einer Verbesserung der Nahversorgungssituation für die Bürger beitragen können (rollende Märkte, interkommunale Ansätze, etc.).

Darüber hinaus werden auch bestehende Dorfläden dabei unterstützt, die Wirtschaftlichkeit zu stärken und die Existenz langfristig zu sichern. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für Dorfläden durch vielfältige Kostensteigerungen deutlich erschwert. 

Mit dem in 2024 gestarteten Modellprojekt „Hybride Dorfläden in Rheinland-Pfalz“ wurden die Chancen einer zukunftsfähigen Ausrichtung durch den Einsatz von neuen Technologien erprobt. Ziel ist hierbei, den Nutzen für die Bürger durch zeitlich ausgedehnte Einkaufszeiten zu erweitern, ohne den Treffpunktcharakter des Ladens einzuschränken. Möglich wird dies durch eine Kombination aus personalbesetzten Kernzeiten (z.B. in den Stoßzeiten morgens und für einen Café-Betrieb nachmittags) und einem ergänzenden, personallosen SB-Betrieb bis spät abends. Vier Dorfläden wurden hierzu mit digitalen Zutrittssystemen, Selbstbedienungskassen und Videoüberwachung sowie mit SB-geeigneten Regalsystemen ausgestattet. Die bislang gewonnenen Erkenntnisse verdeutlichen, dass mit entsprechenden hybriden Konzepten der Mehrwert für die Bürger gesteigert und Tragfähigkeit von Dorfläden gestärkt werden kann.